ProDIR
ProDIR ist eine Bauernberatungs- und Kleinkreditorganisation. Sie wurde von MEDA-Py und MEDA-NA ins Leben gerufen und ist dabei sich zu entwickeln. Gemeinsam wollen MEDA-Py und MEDA-NA durch ProDIR die armen paraguayischen Bauern in der Landwirtschaft beratend und finanziell zur Seite stehen. Immer wieder äußern die Kleinbauern, dass ihnen mehr technisches Wissen fehlt und sie sehr offen sind sich beraten zu lassen.
Manche Bauern haben sich in Komitees und Organisationen zusammengeschlossen, um so etwas besser an ihre Produktabnehmer zu kommen. Einige funktionieren gut, andere weniger gut. Dazu gibt es noch viele, die eben ganz auf eigene Kosten laufen. ProDIR will die Organisationen, die die Produktion und Zusammenarbeit unter den Bauern fördern, stärken, indem sie ihnen Mittel zur Verfügung stellt und eine sichere Beziehung zu einem Markt oder einer Fabrik herstellt.
ProDIR hat heute 32 Komitees mit 700 Bauern in der Zone von Cruce Liberación (Ruta 3) und Choré registriert und ist dabei, weitere 30 Komitees mit circa 600 Bauern in der Zone von Guayaibà zu registrieren. Wir glauben, dass die Bauernzahl sich bis Ende Juni auf 1.500 erhöhen wird. Diese Bauern sollen durch den Einsatz von vier Technikern und einem Agronomen technische Beratung und finanzielle Unterstützung bekommen. Das ist eine sehr große Herausforderung für ProDIR, doch die hoffnungsvollen Gesichter der Bauern lassen uns nicht ruhig sein und unser Wunsch, ihnen zu helfen, motiviert uns auch vorwärts zu gehen. Die dritte Fabrik von CODIP S.A., das Kooperationsabkommen mit CODIP S.A. und unser Vertrauen auf finanzielle Unterstützung von MEDA-Mitgliedern und anderen Interessierten an diesem Projekt, geben uns die nötige Sicherheit.Â
Bauernsituation in San Pedro
Wie die Medien in den Nachrichten in den letzten Monaten berichtet haben, sind die Bauern schwer von den niedrigen Preisen und der Sesam-Missernte, die durch die Trockenheit verursacht wurde, betroffen. Sie organisieren Aufstände und Straßensperrungen, um von der Regierung Schadenersatz zu verlangen (Wahrscheinlich repräsentieren sie nur die Minderheit). Hinzu kommen die Landbesetzungen, durch die sie zu mehr Landeigentum kommen wollen. Trotzdem machen sehr viele Bauern bei diesen öffentlichen Aufständen nicht mit. Doch wenn es um Agrarproduktion geht, sind sie nicht gut organisiert und ein jeder arbeitet für sich alleine. Dadurch werden sie anfällig/beeinflussbar für Bauernbewegungen und Zwischenhändler, die sie auszunutzen und ihnen nicht den realen Wert für ihren Ernteertrag bezahlen.
Die Präsenz der Mennoniten durch die Alkohol-Fabrik ERPAR SAE (Projekt), die Stärke-Fabrik CODIP S.A. und die Beratungsorganisation PRODIR in dieser Zone weckt viel Hoffnung unter den Bauern. Sie glauben, dass die Mennoniten ehrlich und zuverlässig sind. Wir wissen, dass dieses „Image“ seinen Ursprung in Gott hat und dass es unsere Aufgabe ist, den Bauern ein Licht der Hoffnung zu sein. Möge Gott diese Projekte segnen, damit viele Bauern ein besseres Leben bekommen und damit sie durch unser Vorbild auch ewiges Leben in Jesus Christus erlangen.
Damit PRODIR seinen Auftrag treu erfüllen kann, bedarf es einer Menge finanzieller Mittel. Die Mandioka wird in den Monaten Juni bis August gepflanzt. Um Aussaatkredite zu vergeben, braucht PRODIR 2.340 Millionen GuaranÃes, welche in Form von Saatgut, Traktorservice und Düngemittel mit 25% Zinsen an die Bauern vergeben werden sollen. Der Bauer erhält kostenfrei regelmäßig Besuche und technische Beratung von einem Techniker. Dadurch erhoffen wir uns, dass dem Bauern geholfen wird, dass eine gute Beziehung aufgebaut wird und dass die Rückzahlung des Kredites dadurch gesichert wird. Bis heute hat PRODIR 750 Millionen GuaranÃes gesichert und es fehlen noch zirka 1.900 Millionen.
Werter Leser, wir appellieren an Sie mitzuhelfen.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das MEDA-Büro oder direkt an Egon Rempel.
Milchprojekt mit CONEMPAR
CONEMPAR (Convención Evangélica Menonita del Paraguay) ist der Zusammenschluss spanischsprechender evangelisch-mennonitischer Gemeinden in Paraguay. Mit PRODIR hat die Convención ein Kooperations-Abkommen geschlosen, um den Leuten aus der Umgebung ihrer Gemeinden auch ökonomische Projekte anzubieten. Über 80 Personen beteiligten sich schon mit Spenden von trächtigen Milchkühen, Geld, Viehtransport und anderem. Unter der professionellen Leitung von Willi Töws wurden die Produzenten in Produktionskomitees organisiert und mit 68 Milchkühen versorgt, die sie in Form eines Kredites erhalten haben. Den Kredit zahlen sie an PRODIR zurück, so dass dieses Geld dann für die weitere Kreditvergabe an Kleinbauern gebraucht werden soll. Die ersten Bauern (Nutznießer) dieses Projektes sind von Cerritos, Benjamin Aceval und Tacuara. Die Bauern sind sehr stolz auf ihre Milchkühe, besonders die, deren Kuh schon ein Kalb geboren hat. Die ganze Stadt spricht von diesem Projekt und ständig kommen neue Anträge, auch an diesem Projekt teilnehmen zu können.
PRODIR will Entwicklungsmöglichkeiten schaffen für Leute, die wenig oder keinen Zugang zu technischer Beratung und Finanzen haben. Je größer der Einflussbereich wird, desto mehr Personen braucht es, die ein Herz dafür haben. Personen, die die Arbeit ausführen, und Personen, die durch Spenden oder Kredite helfen, die Kosten zu tragen. Mehr Informationen erhalten Sie nach Wunsch im MEDA-Büro.










